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Rund um den Wein


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Qualitätsstufen


Tafelwein

Beim Tafelwein handelt es sich um die unterste Qualitätsstufe eines Weines. Diese Weine unterliegen keiner besonderen Qualitätsprüfung. 2009 wurde der Begriff Tafelwein durch den Begriff "Wein" (Deutscher Wein ohne Herkunftsbezeichnung) ersetzt. Diese Weine benötigen keine Sorten- und Jahrgangsangabe und können auch aus verschnitten verschiedener Weine bestehen.

Mindesmostgewicht: 44° Öchsle


Landwein

Beim Landwein handelt es sich um die zweitniedrigste Qualitätsstufe eines Weines. Die Bezeichnung Landwein gibt es in Deutschland seit 1982. Bei diesen Weinen handelt es sich um halbtrockene oder trockene Tafelweine höherer Qualität.
Der Wein muss aus min. 85 % Trauben bestehen, die aus dem bezeichneten Landweingebiet stammen. Der Most kann vor der Vergärung mit Zucker angereichert werden.
Beim Landwein handelt es sich um einen Namen mit einer zusätzlich geschützen geografischen Angabe, z.B. Landwein der Mosel.

Mindestmostgewicht: 47° Öchsle


QbA

Beim QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) handelt es sich um die größte Gruppe deutscher Weine mit höherer Güteklasse.
Der QbA muss zu 100 % aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete stammen. Weiterhin muss der Wein ein bestimmtes Mostgewicht erreichen und verschiedene Mindest- bzw. Höchstwerte einhalten, wie z.B. den Alkoholgehalt.
Zur Alkoholerhöhung darf der QbA angereichert werden.
Ebenso muss er die amtliche Qualitätsweinprüfung bestehen, bei der der Wein sensorisch und analytisch geprüft wird. Nachdem er die Prüfung bestanden hat, wird dem Wein eine Amtliche Prüfnummer (A.P.-Nr.) zugeteilt. Erst dann darf man den Wein als Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete bezeichnen.

Mindestmostgewicht: 55 - 68° Öchsle (je nach Rebsorte)


Prädikatswein

Für den Prädikatswein oder auch Qualitätswein mit Prädikat genannt, gelten die höchsten Qualitätsanforderungen. Im Gegensatz zum QbA darf hier keine Anreicherung zur Erhöhung des Alkoholgehalts erfolgen.
Es gibt 6 Prädikate (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein) die in den folgenden Abschnitten genauer beschrieben werden.


Kabinett

Beim Kabinett handelt es sich um einen Prädikatswein der gehobenen Güteklasse.
Der Kabinett ist ein feiner, leichter Wein aus reifen Trauben mit einem geringen Alkoholgehalt.
Die Bezeichnung Kabinett stammt aus dem Mittelalter. Um das Jahr 1500 wurde im Kloster Eberbach die Fraternei zu einem Weinkeller umfunktioniert, der als Schatzkammer für besonders wertvolle Weine diente. Diese Schatzkammer trug den Namen Cabinet, von dem sich der heutige Name ableitet.

Mindestmostgewicht: 70 - 73° Öchsle (je nach Rebsorte)


Spätlese

Bei Spätlesen handelt es sich um reife und elegante Weine. Die Trauben werden etwas später geerntet.
Bei vielen Weintrinkern hat sich der Gedanke festgesetzt, das es sich bei Spätlesen immer um süße Weine handelt. Dem ist jedoch nicht so, viele Spätlese wurden in den letzten Jahren Trocken ausgebaut, so das der größte Teil des Zuckers vergoren ist.

Mindestmostgewicht: 80 - 85° Öchsle (je nach Rebsorte)


Auslese

Bei Auslesen handelt es sich um edle Weine aus vollreifen und oft auch edelfaulen Traubengut. Während der Ernte werden die vollreifen, goldgelben Trauben selektiert, also ausgelesen und hauptsächlich als süße Weine ausgebaut. Süße Auslesen zeichnen sich durch einen relativ niedrigen Alkoholgehalt und ein fruchtiges Geschmacksbild aus, während trockene Auslesen sich durch ein kräftigers Geschmacksbild und einen höheren Alkoholgehalt auszeichnen.

Mindestmostgewicht: 88 - 93° Öchsle (je nach Rebsorte)


Beerenauslese

Bei Beerenauslesen handelt es sich um volle und fruchtige Weine. Diese werden aus überreifen und edelfaulen Beeren geerntet.
Diese Weine präsentieren sich mit konzentrierter Natursüße und meist mit einer tiefgoldenen Farbe. Die edelfäule der Beeren wird durch die Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) ausgelöst. Dabei wird die Haut der Trauben durchlässig, so das sie austrocken können und sich der natürliche Zucker auf diese Weise stark konzentriert.

Mindestmostgewicht: 110° Öchsle


Trockenbeerenauslese

Trockenbeerenauslesen bilden die Spitze der Qualitätspyramide. Die Weine präsentieren sich süß und honigartig und haben eine extreme Alterungsfähigkeit, bei sehr guten Qualitäten können dies 100 Jahre oder mehr sein. Diese Weine werden aus rosinenartig eingeschrumpften und edelfaulen Beeren geerntet. In diesen Beeren ist der vorhandene Zucker auf natürliche Weise stark konzentriert.

Mindestmostgewicht: 150° Öchsle


Eiswein


Der Eiswein wird aus gefrorenen Trauben gekeltert, welche bei min. minus 7° Celsius geerntet wurden. Da sie gefroren gekeltert werden, wird nur das Fruchtkonzentrat ausgepresst. Das Resultat sind hoch konzentrierte, sehr süße Weine mit meist einer kräftigen Säure. Das Mindestmostgewicht muss dem einer Beerenauslese entsprechen.

Mindestmostgewicht: 110° Öchsle



Seit dem Jahrgang 2000 dürfen Weine auch als "Classic" oder "Selection" bezeichnet werden:


Classic

Bei der Bezeichnung Classic handelt es sich um Weine, die aus einer gebietstypischen Rebsorte gekeltert wurden und gehobenen Qualitätsansprüchen genügen. Das Mindestmostgewicht liegt immer 1% über dem der jeweiligen Rebsorte.
Diese Weine sind Trocken ausgebaut und im Geschmack kräftig, gehaltvoll und aromatisch.

Mindestmostgewicht: 61 - 67° Öchsle (je nach Rebsorte)


Selection

Bei der Bezeichnung Selection handelt es sich um die trockene Spitzenklasse der deutschen Weine.
Sie zeichnen sich durch ausgewählte Standorte, einen geringen Ertrag und Handlese aus.
Diese Weine dürfen frühestens am 1. September des folgenden Jahres verkauft werden.

Mindestmostgewicht: 88 - 93° Öchsle (je nach Rebsorte)